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Datum & Uhrzeit: 2026-03-02

Autor: Nicole Theuer – Heilbronner Stimme

Türöffnungen machen Rettern zu schaffenBAD RAPPENAUJahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr – Bekenntnis zu Neubau für die KernstadtZum Bild:Wurden wiedergewählt: Thomas Wachno (links) als erster stellvertretender Kommandant und Ilja Woitaschek als zweiter stellvertretender Kommandant. Foto: TheuerVon Nicole TheuerTätigkeitsberichte, Wahlen, Beförderungen, Ehrungen und ein kleines Bekenntnis zum Großprojekt Feuerwehrhaus für die Kernstadt – die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Rappenau war umfangreich. So umfangreich wie das abgelaufene Berichtsjahr.214 Einsätze galt es im vergangenen Jahr abzuarbeiten, wobei allein 47 Alarme auf Hilfeleistungen und 45 auf Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen entfielen. „Die Einsatzbelastung ist gleichbleibend hoch“, erklärte der stellvertretende Kommandant Ilja Woitaschek. „Aktuell bekommen wir die Einsätze mit unserem Personal noch gut abgewickelt, aber wir hoffen, dass die Einsatzbelastung in den kommenden Jahren nicht höher wird.“Vor allem die Türöffnungen machen den Rettern zu schaffen. „Das nimmt zu, dafür haben wir im vergangenen Jahr auf unserer Gemarkung keine größeren Brandgeschehen gehabt.“ Ein Einsatz ist den Rettungskräften besonders in Erinnerung geblieben – der Unfall mit dem Falschfahrer auf der A6 im vergangenen März mit zwei Toten.Neubau Neben dem Einsatzgeschehen und Beschaffungen wie dem Gerätewagen-Transport beschäftigen sich die Verantwortlichen auch weiter mit dem Thema Neubau eines Feuerwehrhauses in der Kernstadt. Nachdem im Juli der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates für den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans erfolgt war, wurde das für den Neubau vorgesehe Gelände im Herbst in Teilen gerodet, um das Gelände für Vermessungsarbeiten zugänglich zu machen. „Wir freuen uns, dass das nächste Großprojekt nach dem Rappsodie das Feuerwehrhaus in der Kernstadt ist“, sagte Woitaschek.„Das ist ein ganz wichtiges Thema“, sagte auch Oberbürgermeister Sebastian Frei und bekräftigte: „Ich kann sagen, große Teile des Gemeinderats und ich stehen dazu, das ist nach dem Rappsodie das nächste Großprojekt und dabei bleibt es auch.“ Es gebe zwar vereinzelt Gedankenspiele, das Projekt aufzuschieben, „das schafft kein Vertrauen, das schafft Frustration und Unsicherheit“. Er stehe dafür, „dass wir so weitermachen, wie wir es geplant haben“.Doch, nicht nur das Großprojekt Feuerwehr wird angegangen. „Wir haben in diesem Jahr unseren Feuerwehrbedarfsplan fortzuschreiben und arbeiten an einer neuen Entschädigungssatzung“, berichtete der Rathauschef. „Nachdem die Frage der Sozialversicherungspflicht durch ein Rechtsgutachten, das keine Probleme auf uns zukommen sieht, geklärt werden konnte, werden wir wieder in die Diskussionen einsteigen.“ Frei streifte auch kurz das Thema von weiteren Beschaffungen und merkte in Richtung der zahlreich erschienen Gemeinderatsmitglieder an, „ich freue mich, wenn der Gemeinderat unseren Empfehlungen folgt. Wir schauen, dass wir einen Haushalt hinbekommen, der auch die Bedarfe der Feuerwehr deckt.“Gute Entwicklung Sehr zufrieden zeigte sich Ilja Woitaschek mit der Entwicklung bei der Jugendfeuerwehr: „Wir haben 121 Jugendliche, sind damit gut aufgestellt und die größte Jugendfeuerwehr im Landkreis.“ Er betonte aber auch, zwingend so viel Nachwuchs zu benötigen, um bei den Aktiven leistungsstark zu bleiben.“Ein weiterer wichtiger Punkt an diesem Abend in der Heinsheimer Josef-Müller-Halle: die Wahl der stellvertretenden Kommandanten. Neben dem hauptamtlichen Kommandanten Felix Mann, der im vergangenen Jahr sein 15-jähriges Dienstjubiläum feiern konnte, und seinem hauptamtlichen Stellvertreter Conrad Wagenbach sieht die Satzung zwei ehrenamtliche Stellvertreter vor.Bereits zum dritten Mal kandidierte Thomas Wachno als erster stellvertretender Kommandant, während sich Woitaschek zum zweiten Mal dem Votum der Aktiven stellte. Um es vorweg zu nehmen: Beide wurden mit großer Mehrheit gewählt und waren sichtlich erfreut. „Ihr macht mich sprachlos“, sagte Wachno, „viel größer kann das Vertrauen kaum mehr sein.“Ehrungen:Neben den verschiedenen Tätigkeitsberichten, Wahlen und Beförderungen standen auch Ehrungen an. Sieben Aktive durften sich über die Ehrenzeichen in Bronze, Silber und Gold freuen. Ilja Woitaschek, der Abteilungskommandant der Abteilung Grombach, Bernd Gleichauf, sowie sein Stellvertreter Heiko Dorsch erhielten die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands. Mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg in Silber wurden Patrick Söhner, Tobias Schuch, Carolin Wagenbach, Martin Gabel und Michael Büchele geehrt. Harald Scholz wurde zum Ehrenabteilungskommandanten ernannt. nit